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Fallstudie Systemingenieur (w/m/d) Leistungselektronik

Ausgangslage/Vorüberlegungen

Unser Klient ist ein deutscher Automobilhersteller mit hoher internationaler Reputation. Die Veränderungen bezüglich des Themas e-Mobility veranlassen ihn seine Entwicklungsabteilung in diesem Bereich zu vergrößern.

Insbesondere in der Leistungselektronik sieht unser Klient Potentiale sich von Zulieferern unabhängiger zu machen und das eigene Know-how zu vergrößern.

Kernaufgabe von Leistungselektroniken ist das Umwandeln von Gleich- in Wechselstrom und umgekehrt. Bei Verbesserungen des Wirkungsgrades von Elektroautos und damit letztlich auch deren Reichwerte, kommt dem sogenannten Inverter entscheidende Bedeutung zu. Der Pulswechselrichter unseres Klienten muss zudem in der Lage sein, den Ladevorgang und die gesamte On-Board-Technik zu regulieren. Neben der Elektromobilität finden derartige Umrichter auch Anwendung in der Stromerzeugung (insbesondere Solar- und Windkraft), in Elektromotoren moderner Fertigungsstraßen (speziell Robotik und Industrie 4.0) und in der Stromübertragung.

Darüber hinaus werden Elektromotoren bereits erfolgreich im Bereich der fahrerlosen Transportsysteme, in Hubwagen und in Kleinstfahrzeugen (bspw. Golfwagen und Postautos) eingesetzt. Auch für diese Fahrzeuge werden effiziente Leistungselektroniken benötigt. Unser Klient arbeitet in der Entwicklung eng mit Zulieferern und Engineering Dienstleistern zusammen, sodass übergeordnete Systementwickler*innen benötigt werden, die sowohl die eigenen als auch externe Entwickler*innen steuern und den Gesamtprojektüberblick im Auge haben.

  • Branche: Automotive

  • 200 Zielfirmen wurden definiert
  • 800 Kandidat*innen identifiziert
  • 413 Kandidat*innen wurden angesprochen
  • 2 Kandidat*innen wurden eingestellt

Durchführung/Projektablauf

Bei der Auswahl der Zielfirmen finden die oben formulierten Erwägungen Beachtung und es befinden sich letztlich fast 200 Unternehmen auf der Liste. Neben anderen OEM werden diverse Zulieferer, Engineering Unternehmen, Solar- und Windkraftfirmen sowie Umrichter Firmen im Bereich Stromleitungs- und Hochspannungstechnik auf der Zielfirmenliste vertreten sein. Ein zunächst breiter Ansatz stellt sicher, dass zeitnah erste potentielle Kandidat*innen dem Klienten präsentiert werden und eine Feinjustierung der Suche vorgenommen werden kann.

Nach etwa 100 kontaktierten Kandidat*innen kommt es zu ersten Interviews und es werden zwei Kandidaten aus dem Solarumfeld bei unserem Klienten präsentiert. Im Rahmen dieser Gespräche stellt sich schnell heraus, dass der Solarsektor das falsche Suchfeld für unseren Klienten ist, da man dort mit anderen Tools arbeitet und die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit externen Zulieferern in dieser Branche begrenzt ist. Automotivespezifische Standards wie das V-Modell, Softwareprogrammierung im ASIL Standard, IATG 16949 oder Doors spielen dort keine Rolle, was die Einarbeitung von Mitarbeiter*innen unverhältnismäßig lang gestalten würde.

Wir entscheiden daraufhin gemeinsam, den Fortgang der Suche auf Firmen aus dem Automobilsektor zu fokussieren und die anderen Bereiche vorläufig auszuklammern.

Die Tatsache, dass sich ein großer Anteil der deutschen Automobilhersteller und -zulieferer im das Bundesland Baden-Württemberg ansässig sind, macht es notwendig unerwartet viele potentielle Kandidat*innen auch auf einen regionalen Wechsel anzusprechen. Im Laufe des Projektes werden wir vier Kandidat*innen von Zuliefererunternehmen und Engineering Dienstleistern präsentieren, von denen zwei einen Arbeitsvertrag erhalten.

Am Ende werden wir mehr als 800 Kandidat*innen identifiziert und 413 auf die Stelle bei unserem Klienten angesprochen haben. Der Erfolg rechtfertigt den hohen Aufwand und letztlich werden wir von diesem Klienten für weitere Positionen mandatiert, um den Aufbau des Bereichs Leistungselektronik weiter zu beschleunigen.